Das prachtvolle Gebäude mit der Adresse Kärntner Strasse 1 hat für die Wiener eine ganz besondere Bedeutung. Das einst für den Prinzen Philipp von Württemberg erbaute Palais beherbergt ein ganz besonderes Hotel. Das Hotel Imperial ist eines der besten weltweit.

Mitte des 19. Jahrhunderts war Wien mit 700.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt in Europa und die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn eine der mächtigsten Nationen der Welt. In dieser Zeit öffnete sich die Stadt nach aussen hin und entledigte sich ihrer Stadtmauer, welche die Innenstadt damals von den 35 Vorstädten abtrennte. Zu dieser Zeit war ein junger Kaiser an der Macht. Franz Joseph I., der letzte große Habsburger Kaiser des Landes, wollte repräsentieren und jenes Labyrinth an Gassen, das auf zweitausend Jahre alten Römerruinen gebaut und seit dem Mittelalter dahinwucherte, endlich unter Kontrolle bekommen. An Stelle der Mauer wurde rund um die innere Stadt ein wahrhaft prachtvoller Boulevard errichtet. Die besten Architekten gaben sich für die Bauwerke an dieser Strasse ein Stelldichein. Von Schmidt, dem Erbauer des Kölner Doms über Semper aus Dresden bis hin zu Hasenauer und Ferstel, die in Paris gelernt hatten. An der heutigen Kärntner Strasse 1 sollten der Münchner Architekt Arnold Zanetti und der Wiener Baumeister Heinrich Adam für den Prinzen Philipp von Württemberg ein prächtiges Palais bauen – das heutige Hotel Imperial.

Nach dem Preußisch-Österreichischen Krieg im Jahre 1866 verkaufte Philipp von Württemberg das Anwesen an Horace Ritter von Landau, der selbiges im Handumdrehen in ein erstklassiges Hotel umwandelte.
Pünktlich zur großen Weltausstellung wurde das Hotel Imperial im Jahre 1873 eröffnet und schnell zur ersten Adresse der Stadt. Bis heute wurde das Haus von vielen bedeutenden Persönlichkeiten bewohnt. Als erster trug sich 1873 Basiliens Kaiser Dom Pedro II. in das Gästebuch des Imperial ein und ihm folgten zahlreiche weitere große Namen. 1969 war auch Englands Königin Elisabeth II. im Hotel Imperial untergebracht und zunächst etwas empört „nur“ in einem Hotel nächtigen zu müssen. Bei ihrer Abreise bedachte sie jeden einzelnen Mitarbeiter des Hauses mit einem kleinen Geschenk – es scheint als habe es ihr schließlich doch sehr gut gefallen. Man könnte die Namen berühmter Gäste endlos weiter aufzählen – Richard Wagner, Thomas Mann, Bismarck, Mussolini, Charlie Chaplin, Mich Jagger. Sie alle waren überaus zufrieden mit dem Haus, das sich durch einzigartigen Service auszeichnet.

Das Hotel Imperial bietet noch heute als eines der wenigen Hotels weltweit kostenfreien Butler-Service für seine Gäste in Suiten an. Die Butler des Hauses erlernten ihre Pflicht in Butler Schulen und Spitzenhäusern rund um die Welt, etwa im St. Regis in New York und in London. Check-In direkt in der Suite gehört genauso zum selbstverständlichen Service wie persönliche Visitenkarten für die Gäste und das Auspacken des Gepäcks. Morgens weckt der Butler seine Gäste zur gewünschten Zeit persönlich und bringt Tee oder Kaffee zusammen mit der gebügelten Morgenzeitung ans Bett. Stammgäste werden in einer eigens angelegten Gästekartei eingetragen, die bis ins Jahre 1958 zurückreicht und stets einen individuell abgestimmten Service bietet.

Die Zimmer des Hotel Imperial zeichnen sich durch stilvolle Möbel, marmorne Bäder und in Seide gehüllte Wände aus. Der Geist Wiener 19. Jahrhunderts zieht durch das gesamte Haus. Kostbare Antiquitäten, reichlich Platz und prächtige Kristallleuchter unter hohen Stuckdecken – das Hotel Imperial ist wahrlich einzigartig imperial und kaum mit einem anderen Haus vergleichbar.

Hotel Imperial
Kärntner Ring 16
1015 Wien
Telefon:
+43 1 50 11 00

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Über den Autor

Daniel Fürg absolvierte eine Ausbildung beim Bayerischen Rundfunk und bildete sich an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing zum Kommunikationswirt fort. Er gründete verschiedene Onlinemedien, wie zum Beispiel MUNICH's BEST, 100SINS oder Social Secrets und arbeitete unter anderem für den Bayerischen Rundfunk, die Financial Services Einheit von Siemens, die Sana Kliniken AG und die MAROundPARTNER GmbH. Als Geschäftsführender Gesellschafter von Fürg Media berät er heute Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung ganzheitlicher Kommunikationsstrategien. Daniel Fürg engagiert sich außerdem aktiv als Mitglied des Vorstands im Internationalen PresseClub München e.V.

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