Die Einzigartigkeit von Sylt, der nördlichsten Insel Deutschlands, mit einer Größe von insgesamt nicht einmal 100 Quadratkilometern, liegt im Zusammenspiel von Kontrasten: Das Lebensgefühl einer Metropole, umgeben von facettenreichen Natur- und Landschaftsformen und vielfältigen Refugien. Insgesamt zwölf Ortschaften bieten ihr eigenes Naturelle und ihren eigenen Charme: Das pulsierende Westerland, das mondäne Kampen, das idyllische Keitum und die grünen Oasen im Inselosten Morsum, Archsum und Munkmarsch. Dazu die Doppelgemeinde Wenningstedt-Braderup und die beiden Hafenorte List im Inselnorden und Hörnum am südlichsten Zipfel der Insel. Tinnum zwischen Stadt und Land und Rantum zwischen den Meeren an der schmalsten Stelle der Insel.

Das mondäne Kampen

Kampen liegt nördlich von Westerland und Wenningstedt und war lange Zeit ein landwirtschaftlich geprägter Ort. In den 1920er und 1930er Jahren residierten hier Künstler wie Max Frisch oder Emil Nolde, parallel entstanden jedoch auch immer mehr Sommerhäuser und Villen von zumeist wohlhabenden Gästen.

Gunter Sachs, Bridget Bardot, Axel Springer, Udo Lindenberg und viele weitere Prominente folgten in den 1960er und 1970er Jahren, um sich gemeinsam regelmäßig auf der mittlerweile weltberühmten „Whiskymeile“ im Zentrum der Ortschaft zu treffen. Hier feierten sie ihre legendären Jetset-Partys und machten aus dem sonst so beschaulichen Ort, das heimliche St. Tropez des Nordens. Luxusboutiquen von Bottega Veneta über Hermès bis Louis Vuitton folgten und sind bis heute zahlreich im Ort vertreten.

Seit jenen Tagen ist es jedoch deutlich ruhiger im 700 Einwohner zählenden Dorf geworden. Nur im Juli und August kann es teilweise noch heiß hergehen, wenn die Kinder der Partygänger von einst, es ihren Eltern gleich tun und im Pony Club oder dem Roten Cliff ausgelassen feiern. Diejenigen, die damals bereits dabei gewesen waren, haben sich heute oftmals mit einem eigenen Feriendomizil in Kampen angesiedelt, um ihren luxuriösen Lifestyle in einem der zahlreichen reetgedeckten Häuser in Ruhe zu genießen.

Das Suiten-Hotel Village in Kampen

Wer nicht selbst ein reetgedecktes Haus in Kampen sein Eigen nennen möchte, der kann sich stattdessen in einem der kleinsten, aber exklusivsten Hotels der Insel einmieten. Das Boutique-Hotel Village, ein Friesenhaus in altem Stil mit roten Backsteinen, ist 1993 zwischen dem alten Dorfkern Kampens und einem nahegelegenen Golfplatz erbaut worden. Seitdem bieten die Inhaber und Hoteliers Peter M. und Minka Stütz ihren Gästen insgesamt sieben Suiten – wahlweise zwischen 60 m2 und 120 m2, mit oder ohne Kamin und Terrasse – und drei Zimmer, die sich alle individuell für Familienurlaube kombinieren lassen.

Sämtliche Wohnräume sind einem ständigen Wandel unterzogen, denn „Wandel und Wechsel liebt, wer lebt“ lautet ein Leitspruch der designaffinen Inhaber. Das kommt nicht von ungefähr, denn beide sind hauptberuflich Inneneinrichter, die bereits auf der ganzen Welt erfolgreich gearbeitet haben. Sie leben ihre geschmackvollen Vorstellungen in jedem Raum unterschiedlich aus. Daher begegnen dem Gast überall im Haus eine Vielzahl an ausgesuchten Einzelstücken, die in unterschiedlichen Farb- und Materialkombinationen zusammengestellt sind. Chinesische Vasen, Zeichnungen im Jugendstil und Möbel mit afrikanischen Akzenten geben jedem Zimmer eine eigene wohnliche Note. Das Auge des Gastes wird beständig aufgefordert sich umzusehen, Neues zu entdecken und interessante Details näher zu betrachten.

Fast wie zuhause, mit kleinen Details, die den Unterschied ausmachen

Keine große Lobby, sondern ein Empfangsbereich samt Kamin, der an ein gemütlich eingerichtetes Wohnzimmer erinnert, erwartet die Anreisenden in dem privat geführten Luxus Suiten-Hotel. Eine Bar, die gleichzeitig als Rezeption dient, ist der erste Anlaufpunkt, sodass man schnell mit weiteren Gästen ins Gespräch kommen kann, wenn man denn möchte.

Neuankömmlinge erhalten eigene Visitenkarten für die Dauer ihres Aufenthaltes. Auf den Zimmern werden täglich frisches Obst und Blumen sowie verschiedene Mineralwasser und Kombucha samt Tageszeitung kostenfrei offeriert. Nachmittags können die Gäste, aber auch externe Kampener, im Barbereich des Hauses den selbstgebackenen Kuchen von Küchenchef Holger Schluck genießen, der bereits morgens für das berühmte Frühstücksbuffet, mit vielen hausgemachten und regionalen Produkten, der Hotelgäste verantwortlich zeichnet. Am frühen Abend sind die Gäste des Hauses bei einem Aperitif zu kleinen Appetitanregern an der Bar eingeladen und genießen anschließend entweder gemeinsam im Speiseraum oder individuell am Kamin der „Lobby“ regionale Köstlichkeiten. Private Dinnerabende auf dem Zimmer sind natürlich ebenfalls möglich und spezielle Wünsche, wie etwa vegane oder glutenfreie Speisen, werden ebenfalls gerne erfüllt und können bereits vor der Ankunft bestellt werden.

Sport und Wellness

Das Suiten-Hotel Village bietet seinen Gästen einen eigenen kleinen Pool und eine finnische Sauna, während man im Wellnessbereich bei verschiedenen Anwendungen und Massagen relaxen kann. Fitnessliebhabern steht ein kleiner Gym mit neusten Geräten zur Verfügung. Auf Wunsch wird ein Personal-Trainer gebucht, der die Gäste sportlich motiviert, das Haus zu verlassen. Bequemer geht das aber auch mit den hoteleigenen Smarts, die die Gäste kostenfrei nutzen können, um die komplette Insel zu erkunden oder beispielsweise einen der vier verschiedenen Golfplätze der Insel anzusteuern. Besonders der 2008 eröffnete 18-Loch-Linksplatz des Golfclubs Budersand in Hörnum sei an dieser Stelle empfohlen. Er wurde 2012 zu Deutschlands drittbestem Golfplatz gekürt und stellt Spieler sämtlicher Spielstärken vor spezielle Herausforderungen und in beeindruckender Natur. Ein spezielles „Golfhopping“-Angebot für 175 Euro bietet den Inselgästen die Möglichkeit gleich mehrere Plätze auszutesten und auf den Anlagen des Golfclub Sylt, des Marine-Golf-Club Sylt und des Golfclub Budersand zu spielen.

Wer sich hingegen den Naturgewalten des Wassers aussetzen mag, ist beim Surfen, Kiten oder Segeln richtig auf Sylt. Die Nordsee ist ein ideales Revier für alle Wassersportler, sodass auch jedes Jahr hunderttausende Besucher Ende September nach Sylt kommen, um Profis beim Windsurf World Cup anzufeuern, die in den Disziplinen Waveriding, Freestyle und Slalom um den WM-Titel kämpfen.

Zu Fuß oder beim Nordic Walking erkundet man Sylt auf Sand, Gras oder befestigten Wegen. Der „Nordic Walking Park Sylt“ gilt mit seinen rund 220 Kilometern Streckennetz als eines der größten zusammenhängenden Areale dieser Art in Deutschland.

Abseits von vorgegebenen Pfaden können Reiter am Strand galoppieren oder im Schritttempo durch Watt und Wiesen reiten, während Radfahrer auf ihren Sätteln der Inselbahntrasse von Nord nach Süd folgen können. Ihnen steht ein Wegenetz von rund 200 Kilometern zur Verfügung, um die Insel für sich zu entdecken.

Anfahrtoptionen

Der schnellste Weg führt per Flugzeug auf die Insel: Von Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Hamburg, München und Stuttgart gibt es in den Sommermonaten regelmäßige Nonstop-Flüge verschiedener Airlines zum Flughafen Westerland.
Alternativ kann man sich mit dem so genannten Sylt Shuttle der Deutschen Bahn in nur 35 Minuten (mit oder ohne Auto) von Niebüll nach Westerland bringen lassen. Entspanntes Ankommen ist auch mit der Deutschen Bahn von Hamburg aus gesichert. Hier fahren regelmäßig Auto- sowie reguläre Züge in etwas mehr als drei Stunden Fahrzeit bis zum Bahnhof Westerland.

Tipp der Redaktion – Das unverwechselbare Gepäckstück

Wer ungefähr drei Wochen Zeit mitbringt, sich rechtzeitig vorab anmeldet und ein unverwechselbares Reisegepäck anschließend wieder mitnehmen möchte, dem sei ein Besuch des Sylter Künstlers Nick Bock (www.nick-bock.de) zu empfehlen. Bock malt mit einem eigens entwickelten Verfahren u. a. Hotel- und Reisedestinationsaufkleber aus den 1920er bis 1960er Jahren direkt auf die Gepäckstücke seiner Kunden. Der Künstler recherchiert vorab die historischen Bilder von Destinationen und Hotels, die seine Auftraggeber bereits bereist haben, und trägt sie anschließend in Handarbeit auf den gewünschten Gepäckstücken auf. Einzigartig – stilecht – unverwechselbar.

Hotel Village
Alte Dorfstraße 7
25999 Kampen
Telefon:
+49 4651 46 97 0

E-Mail:
Fotoquelle: Hotel Village – Ydo Sol

Über den Autor

Sascha Ihns, selbstständiger Kommunikationsberater und freier Journalist, berät Unternehmen in den Branchen Film, High-Tech, IT, Lifestyle und Unterhaltungselektronik bei ihrer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Des Weiteren schreibt Ihns über aktuelle Medienthemen und befasst sich mit strategischer Online-Kommunikation sowie Social-Media-Projekten. Im Vorstand der Fachgruppe Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Bayerischen Journalistenverbandes sowie als Mitglied des internationalen PresseClubs in München engagiert sich Sascha Ihns für die Belange von PR und Journalismus gleichermaßen.

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