Unzählige Male war ich jetzt schon in Berlin und ich kann es mir selbst nicht genau erklären, aber irgendwie verbindet mich mit dieser Stadt eine ganz besondere Art von Hassliebe. Auf der einen Seite finde ich es immer wieder spannend durch die Straßen der Stadt zu laufen, neue Restaurants, neue Hotels, neue Geschäfte, Cafés, Bars und Clubs zu entdecken, aber auf der anderen Seite war ich bisher immer wieder sehr froh, wenn ich irgendwann wieder auf dem Rückweg in meine bayerische Heimat war. Berlin ist toll, interessant und wandelt sich unglaublich schnell – das lässt die einzige echte europäische Metropole, die wir in Deutschland haben, niemals langweilig werden.

Auf jedem Quadratzentimeter der Stadt spürt man ihre bewegte Geschichte. All die schrecklichen, aber auch glamourösen, mondänen, kreativen und künstlerischen Dinge, die in Berlin geschehen und geschehen sind, wirken stets allgegenwärtig. Man ist ununterbrochen von ihnen umgeben, kann sie erleben. Allein was in dieser Stadt innerhalb eines Jahres an außergewöhnlichen Kunstausstellungen auf die Beine gestellt wird, ist beeindruckend.

Was Hotels angeht, war ich in Berlin eine Zeit lang recht fixiert. Bis vor ein paar Jahren wohnte ich bei jedem meiner Besuche im Ritz Carlton direkt am Potsdamer Platz. Das Hotel hat mich damals auf viele unterschiedliche Weisen fasziniert – und das liegt nicht nur an der grandiosen Bar in der Lobby des Hauses. An der Stelle auch noch ein kleiner Geheimtipp: Die Brasserie Desbrosses im Erdgeschoss des Hotels bietet eine hervorragende Küche zu fairen Preisen und man sitzt wunderschön in einer echten französischen Brasserie – doch das nur am Rande. Der Potsdamer Platz war für mich damals immer der Inbegriff des ständigen Wandels der Stadt. Inzwischen bin ich da aber deutlich flexibler geworden und versuche bei jedem Trip etwas Neues auszuprobieren.

Neuerdings haben es mir vor allem die Hotels rund um den Kurfürstendamm angetan. Häuser wie das Hotel am Steinplatz, das Hotel Zoo und vor allem auch Das Stue (wenn auch etwas weiter entfernt) wirken sehr gemütlich, familiär und bieten gleichzeitig allen Komfort, den man sich wünschen kann. Zudem sind sie nicht weit entfernt von einem meiner Lieblingsrestaurants, dem Ovest in der Schlüterstraße, das kürzlich komplett renoviert wurde und nach wie vor ordentliches Essen bei großartiger Stimmung auf den Tisch bringt.

Mit Restaurantempfehlungen darf man in Berlin eigentlich gar nicht erst anfangen. Zum einen wechseln viele angesagte Hotspots schneller als man „Guten Appetit“ sagen kann und zum anderen gibt es einfach viel zu viele gute Restaurants. Ein paar möchte ich an dieser Stelle dennoch nennen, sozusagen eine Auswahl meiner persönlichen Top-Liste. Für ein ordentliches Steak lohnt sich zum Beispiel jederzeit der Besuch im The Grand in der Hirtenstraße im Osten der Stadt. Hier gibt es nicht nur großartiges Essen, sondern auch ebenso gute Drinks an der Bar. Das Grill Royal erfreut sich seit vielen Jahren den Ruf als eines der angesagtesten Steak-Hotspots der Stadt, aber ehrlich gesagt muss man sich den Stress mit der Doppelbuchung von Tischen zur Dinner-Zeit einfach nicht antun. Wer möchte schon im Zeitfenster von zwei Stunden ein großartiges Stück Fleisch, eine Vorspeise und ein Dessert herunterschlingen und gleichzeitig eine ordentliche Flasche Wein trinken? Ich nicht.

Wer aus Süddeutschland kommt, tut sich ja immer etwas schwer damit, in nördlicheren Regionen bayerische oder österreichische Küche zu sich zu nehmen. In Berlin gibt es aber ein Restaurant, bei dem sich eine Ausnahme lohnt. Das Jolesch in der Muskauer Straße sollte man sich in jedem Fall irgendwann einmal ansehen – es lohnt sich. Für ein ordentliches Schnitzel gäbe es ansonsten auch das Borchardt – ist meistens aber einfach zu voll, zu laut und naja, irgendwie auch zu klischeehaft.

Noch schwieriger als eine Auflistung von guten Restaurants in Berlin, ist die Auflistung von empfehlenswerten Bars oder gar Clubs. In der Hauptstadt ist die Auswahl so groß, dass hier wirklich jeder etwas für seinen ganz persönlichen Geschmack findet. Ganz oben in meiner Top-Liste sind hier momentan aber vor allem Hotelbars, wie die im Das Stue, das Grace im Hotel Zoo oder eben der bereits erwähnte Curtain Club im Ritz Carlton. Alles weitere sollte man in der Stadt wirklich selbst entdecken – das macht viel mehr Spaß.

Über den Autor

Daniel Fürg absolvierte eine Ausbildung beim Bayerischen Rundfunk und bildete sich an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing zum Kommunikationswirt fort. Er gründete verschiedene Onlinemedien, wie zum Beispiel MUNICH's BEST, 100SINS oder Social Secrets und arbeitete unter anderem für den Bayerischen Rundfunk, die Financial Services Einheit von Siemens, die Sana Kliniken AG und die MAROundPARTNER GmbH. Als Geschäftsführender Gesellschafter von Fürg Media berät er heute Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung ganzheitlicher Kommunikationsstrategien. Daniel Fürg engagiert sich außerdem aktiv als Mitglied des Vorstands im Internationalen PresseClub München e.V.

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