Amsterdam stand lange auf meiner Reise-To-Do-Liste. Ich wollte die Stadt schon seit Jahren besuchen, habe es aber irgendwie nie geschafft. Ende Mai 2015 klappte es dann endlich für ein Wochenende – wenn auch ein sehr verregnetes. Wir waren in einer kleinen Gruppe unterwegs und wählten – anders als sonst gewohnt – eine große, traumhaft gestaltete Airbnb-Wohnung direkt im Museumsviertel als Unterkunft.

Trotz stundenlangem Dauerregens konnte die verwinkelte, mit Kanälen durchzogene Stadt schnell mit ihrem Charme überzeugen. Die Lage unserer Unterkunft ermöglichte uns, dass wir – in den trockenen Momenten – eigentlich überall zu Fuß hinlaufen konnten. Für alle anderen Wettersituationen ist das öffentliche Verkehrsnetz in der Stadt ein echter Traum – im Grunde ist alle in wenigen Minuten per Straßenbahn zu erreichen.

Die ganze Stadt ist voll von Restaurants, Bars, Cafés und, ja, Coffee Shops. Verzichtet man auf die gängigen Touristen-Hotspots kann man hier echte kulinarische Entdeckungen machen. Mein persönliches Highlight war das Restaurant Cannibale Royale im Zentrum der Stadt. Ich habe selten derart großartige Steaks zu derart günstigen Preisen gegessen. Wir haben das Restraurant spontan besucht und mit viel Glück noch Sitzplätze an der Bar bekommen – man sollte also eigentlich unbedingt vorab reservieren.

Für die passenden Drinks nach dem Steak wird in der Bar Door 74 wenige Gehminuten entfernt gesorgt. Die klassische Speakeasy Cocktailbar ist ein echter Geheimtipp – allein schon weil man sie niemals finden würde, wenn man sie nicht kennt. Es gibt kein Schild, keine Fenster durch die man hindurchsehen könnte. Lediglich eine schwarze Fassade, mit schwarzen Vorhängen zugehängte Fenster und eine Klingel. Wer diese betätigt, wird von einem gepflegten Herren mit Anzug und Krawatte begrüßt und nach dem Namen gefragt – zur Überprüfung der Gästeliste. Hat man diese Hürde genommen, kann man sich auf vorzügliche Drinks und außergewöhnliche Kreationen freuen.

In jedem Fall sollte man Nachts auch einmal durch das Rotlichtviertel laufen. Auch wenn es ein echter Touristen-Klassiker ist, macht es doch immer wieder Spaß, sich das Ganze im Rahmen eines kleinen Spaziergangs anzusehen. Ebenfalls empfehlenswert ist eine Rundfahrt durch die Grachten – allerdings sollte man hier im Idealfall direkt ein Boot mieten, mit dem man die Kanäle der Stadt selbst erkunden kann, denn die größeren Ausflugs- und Rundfahrtsboote sind dann doch etwas langweilig.

Ebenfalls ein Must ist ein Besuch in einem der vielen Pfannkuchen-Restaurants. Wir waren zum Frühstück in der The Pancake Bakery in der Prinsengracht 191 – hier sollte man allerdings auf jeden Fall ein wenig Wartezeit für einen Tisch einplanen.

Über den Autor

Daniel Fürg absolvierte eine Ausbildung beim Bayerischen Rundfunk und bildete sich an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing zum Kommunikationswirt fort. Er gründete verschiedene Onlinemedien, wie zum Beispiel MUNICH's BEST, 100SINS oder Social Secrets und arbeitete unter anderem für den Bayerischen Rundfunk, die Financial Services Einheit von Siemens, die Sana Kliniken AG und die MAROundPARTNER GmbH. Als Geschäftsführender Gesellschafter von Fürg Media berät er heute Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung ganzheitlicher Kommunikationsstrategien. Daniel Fürg engagiert sich außerdem aktiv als Mitglied des Vorstands im Internationalen PresseClub München e.V.

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