Denkt man Reiseziele in Europa, fällt einem Finnland wohl erst sehr spät ein. Kalt soll es dort sein, ungemütlich, immer dunkel und auch sonst: Was soll dieses Land schon großartiges zu bieten haben, das all diese negativen Punkte wieder wett machen könnte? Eine ganze Menge! Helsinki zum Beispiel, eine großartige Stadt, die man in jedem Fall einmal besucht haben sollte.

Aber zunächst einmal wollen wir mit den Vorurteilen aufräumen: Ja, in Finnland ist es kalt, doch in Helsinki kann man es durchaus aushalten. Es gibt einen Sommer, wenn auch einen kurzen, und abgesehen von den wirklich kalten Wintermonaten, ist es dort in Sachen Wetter gar nicht so schlimm, wie man meinen könnte. Auch das mit der Dunkelheit ist nur die halbe Wahrheit. Tatsächlich sind die Tage im Winter kürzer, doch gerade im Herbst sorgt die tiefstehendere Sonne für ein großartiges Licht, das schon alleine eine Reise wert wäre.

Helsinki ist nicht groß. Die finnische Hauptstadt hat gerade einmal knapp über 600.000 Einwohner. Es gibt aber dennoch einiges zu erleben – vor allem dann, wenn man den Fokus nicht auf klassisches Sightseeing legt, sondern mehr an einem echten Kennenlernen der Stadt interessiert ist. Die Finnen haben hier nämlich einige großartige Restaurants (für die Gourmets haben wir hier ja bereits über das Ravintola Olo berichtet) und Bars, aber auch einmalig gute Clubs zu bieten.

Natürlich gibt es auch einige Sehenswürdigkeiten, keine Frage. Da gibt es zum Beispiel die Temppeliaukio-Kirche, die in einen Fels gesprengt wurde, und natürlich die Tuomiokirkko, den Dom der auf einem kleinen Hügel über der Stadt thront. Ein echtes Highlight ist auch Suomenlinna, die Festungsinsel vor der Stadt, die auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht und ganz einfach mit einer Fähre erreicht werden kann.

Wer Abends um die Häuser ziehen möchte, sollte in jedem Fall etwas mehr Geld mitnehmen – die Preise für alkoholische Getränke sind in skandinavischen Ländern deutlich teurer als anderswo. Glücklicherweise kann man in Helsinki aber tatsächlich ausnahmslos überall bargeldlos bezahlen – das macht das Ganze gleich sehr viel komfortabler. Besonders spannend ist zum Beispiel ein Besuch im Viertel Kallio, das für seine junge Club- und Barszene bekannt, aber auch berüchtigt ist. Hier trifft man auf viele Studenten und anderes, verhältnismäßig junges Partyvolk. Clubs wie das Kaiku sollte man hier auf jeden Fall einmal besucht haben, ebenso wie das Siltanen Cafe, das sich im selben Gebäudekomplex befindet. Auch einen Blick auf den Kalender des Ääniwalli sollte man immer riskieren. Einen echten Cocktail-Geheimtipp gibt es auch: Die Bar Trillby & Chadwick ist versteckt in der Katariinankatu, aber die Suche nach dem Eingang lohnt sich in jedem Fall.

Über den Autor

Daniel Fürg absolvierte eine Ausbildung beim Bayerischen Rundfunk und bildete sich an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing zum Kommunikationswirt fort. Er gründete verschiedene Onlinemedien, wie zum Beispiel MUNICH's BEST, 100SINS oder Social Secrets und arbeitete unter anderem für den Bayerischen Rundfunk, die Financial Services Einheit von Siemens, die Sana Kliniken AG und die MAROundPARTNER GmbH. Als Geschäftsführender Gesellschafter von Fürg Media berät er heute Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung ganzheitlicher Kommunikationsstrategien. Daniel Fürg engagiert sich außerdem aktiv als Mitglied des Vorstands im Internationalen PresseClub München e.V.

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